10 Dinge die Gemeinschaft fördern

Hast du auch schon lange diesen Traum: Auf einem abgelegenen Bauernhof leben, mit einigen lieben Menschen und ein paar Tieren, frisches, biologisches Gemüse aus dem eigenen Garten, die Kinder spielen im Hof zusammen, man arbeitet, kocht oder baut miteinander. Abends wird zusammen gegessen und bis in die Nacht Poker gespielt. Am Wochenende kommen Besucher zum Hoffest und das Café macht ordentlich Umsatz. Stell dir einmal vor, wie schön es wäre, wenn dieser Traum jetzt wahr wäre!

Viele solcher Projekte existieren, bei denen du dir etwas abkucken kannst oder die noch Mitmacher suchen.  Eine Liste von Gemeinschaften und Initiativen in Berlin und Brandenburg habe ich selbst zusammengestellt, du findest sie weiter unten. Wenn du aber selbst eine Gemeinschaft gründen möchtest, findest du in diesem Artikel einige Anregungen.

Wie startet man eine Gemeinschaft?

Es gibt verschiedene Arten eine Gemeinschaft zu beginnen. Meistens beginnt es mit einem oder zwei Menschen, die den Traum umsetzen wollen. Die mit mehr Geld, kaufen sich erst ein schönes Haus, Grundstück oder einen Bauernhof und suchen dann über Anzeigen nach Mitstreitern. Menschen mit wenig Geld suchen erst eine Gruppe und dann das Grundstück. Doch egal wie man beginnt, 9 von 10 Projekte scheitern innerhalb von drei Jahren.

Warum scheitern Gemeinschaftsinitiativen?

Aus meiner Sicht sind die Hauptgründe warum Gemeinschaften scheitern folgende:

  1. Uneinigkeit über Vision, Ziele und deren Umsetzung
  2. Ungleiche Besitzverhältnisse: Gebäude und Grundstücke gehören einer einzelnen Person/ sind nicht Gemeineigentum
  3. Konflikte innerhalb der Gruppe die nicht frühzeitig ausgesprochen oder unter den Teppich gekehrt werden und irgendwann herausbrechen und damit die Gruppe spalten
  4. Offene oder versteckte Hierarchie und damit keine gerechte Entscheidungskompetenzen
  5. Fehlende oder schlechte finanzielle Planung.
  6. "Werde dir bewusst, dass eine Gemeinschaft zu gründen wie eine Heirat und das Gründen eines Unternehmens gleichzeitig ist." (Diane Leafe Christian in ihrem Buch "Creating a Life Together")

Was fördert Gemeinschaft?

Was kann man also im Gegenzug tun, damit Gemeischaften erfolgreich gegründet werden und lange bestehen bleiben? Aus meiner Erfahrung ist diese Zusammenstellung entstanden:

  1. Gemeinsame Visionen und Ziele entwickeln, womit alle Beteiligten sich verbinden und einbezogen fühlen können, die motivieren und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit geben.
  2. Eine Entscheidungsfindungsmethode (z.B. Konsens) finden und sicherstellen, dass alle diese Methode anwenden können.
  3. Faire Aufgabenverteilung bei der Organisation der Treffen, Öffentlichkeitsarbeit, Kinderbetreuung, etc. um Hierarchie und Machtverhältnisse zu vermeiden.
  4. Eine Spendenkasse einrichten für gemeinsame Ausgaben und solidarische Mitfinanzierung finanzschwacher Mitglieder
  5. Eine Kommunikationskultur entwickeln, die Transparenz und Verständnis füreinander fördert und die es den Einzelnen ermöglicht, Konflikte auszusprechen sobald sie entstehen.
  6. Fähigkeiten und Konpetenzen untereinander austauschen, sich gegenseitig unterstützen.
  7.  Gemeinsame Interessen finden und diese oft miteinander ausüben, z.B. vegan und biologisch kochen und essen, singen, musizieren, gärtnern, wandern, etc.
  8. Viel Zeit miteinander verbringen, auch gemeinsam in den Urlaub fahren und die Feiertage verbringen.
  9. Toleranz und Geduld einüben für die kleinen Fehler des Alltags, die aus Unachtsamkeit geschehen.
  10. Lernen für seine eigenen Bedürfnisse einzustehen und solange zu verhandeln, bis alle Seiten damit zufrieden sind. Win-win-Lösungen anstreben.

Wer schreibt hier?

Hallo, mein Name ist Rikarda Battes und ich lebe in Berlin. Meine Gemeinschaftserfahrung habe ich bei "communitas" gesammelt, eine Gruppe die ein gemeinschaftliches Wohnprojekt gründen wollte. Sie ist im Jahr 2010, nach zwei Jahren regelmäßiger Treffen, auseinandergefallen. Vor etwa einem Jahr bin ich der Ökodorf-Gründungsinitiative namens "Lehmhausen" beigetreten. Ausserdem organisiere ich zusammen mit dem "Projekt Wir" den Gemeinschaftsstammtisch in Berlin und eine Vortragsreihe zu verschiedenen Kommunikationsformen, z.B. die gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, den Dialog nach David Bohm, Restorative Circles nach Dominic Barter, und viele mehr.

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Herzliche Grüße,

Rikarda

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